Zum Thema GEZ für Internet-PC

 

Warnung: Dieser Artikel ist subjektiv und enthält neben einem Schuss Polemik auch eine Prise Galgenhumor, ist jedoch ansonsten völlig ernst gemeint.

 

Das, was ich kaum für möglich hielt, weil es mir einfach zu abwegig erschien, ist nun eingetreten.

Die GEZ für Internet-PCs ist beschlossene Sache. Aber nein, keine Angst, der Privatanwender muss nicht mehr zahlen, wird z.B. hier beschwichtigt: www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,3989344,00.html

Was für ein Glück! Diejenigen, die ihren PC privat nutzen, werden nicht zusätzlich zur Kasse gebeten (was ich befürworte). Diejenigen jedoch, die mit ihrem Rechner Geld verdienen möchten, müssen dafür bezahlen, da sie für Ihr Unternehmen nicht auf den Rechner verzichten können. Für was eigentlich? Um gelegentlich Nachrichten in miserabler Bildqualität der öffentlich-rechtlichen während einer Arbeitspause (und damit im privaten Rahmen) über das Internet zu anzusehen?

Zitat: Selbstständige ... mit einem abgetrennten Büro im Wohnhaus zahlen keine zusätzliche Gebühr, wenn sie bereits ein beruflich genutztes Fahrzeug mit Autoradio haben. Nur wenn im Büro oder im Auto noch kein Radio angemeldet ist, ist die monatliche Gebühr von 5,52 Euro zu zahlen.

Ich persönlich besitze weder das eine noch das andere und denke, dass ich in diesem Punk nicht die Einzige bin.

Zitat: Keine zusätzlichen Mehreinnahmen

Eine realistische Einschätzung der GEZ zu den Einnahmen geht von zusätzlich fünf bis sechs Millionen Euro aus. Die in diesem Zusammenhang von Interessenvertretern genannten Summen im dreistelligen Millionenbereich treffen nicht zu ...

Wenn die Mehreinnahmen also so gering sind, dass sie die Aussage "Keine zusätzlichen Mehreinnahmen" rechtfertigen - warum dann die neue Regelung?

Ich persönlich habe den Verdacht, dass hier diejenigen Gewerbetreibenden (also Menschen, die ein Gewerbe angemeldet haben - auch wenn es nur ein Nebengewerbe ist), die sonst keinen Gerät angemeldet haben, zur Kasse gebeten werden sollen, denn ohne PC ist es wohl nur in den seltenen Fällen möglich, ein Gewerbe zu betreiben.

Dies führt auch zur der Überlegung, wer denn zukünftig nicht zur Zahlung von GEZ-Gebühren verpflichtet ist. Bisher genügte der Verzicht auf Radio- oder Fernsehgeräte. Verzichten Sie also einach auf die folgenden Geräte in ihrem Haushalt:

  • Radio- oder Fernsehgerät im Haushalt
  • Handy, welches die technischen Voraussetzungen für eine Internetverbindung erfüllt
  • PC, welcher über die theoretischen Möglichkeit verfügt, eine Internetverbindung aufzubauen.

Also ändern Sie Ihr Leben! Finden Sie sich selbst! Steigen Sie aus aus dem Medienwahnsinn und entfliehen Sie der Reizüberflutung - werden Sie Eremit/in - oder wandern Sie aus, denn ansonsten gilt:

ARD und ZDF - wir kriegen Sie - IMMER!

1 Kommentar

Freundin der Sanduhr
Kommentar 1
05.12.06 / 22:22 Uhr
[...] Hi da draußen an den noch GEZ-freien Endgeräten. Ich frage mich die ganze Zeit, wie ich mich am Zwangskassieren auch mal beteiligen kann. Z.B. wie die VG Wort mit den Kopiererprämien. Also, wenn man jetzt eine Verwertungsgesellschaft (VG) Web oder VG Blog gründen würde, dann könnte die GEZ für die unentgeltlichen Informationen gleich beim User mitkassieren. Die Abrechnung liefe analog zur VG Wort: Am Jahresende gibt es eine Linksammlung mit Zeichenübersicht und anteilig nach Zeichen wird der zwangskassierte Kuchen aufgeteilt. Das wäre doch mal was für den Anfang … [...]
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