Schuldig im Sinne der Anklage

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So lautete der Spruch der Jury im Fall Hans Reiser, der seine von ihm getrennt lebende Frau ermordet haben soll , ehe er sie verschwinden ließ.

Es fiel dem Angeklagten schwer, den Geschworenen ein paar Dinge zu erklären. Zum Beispiel, warum er den Sitz aus seinem Auto ausgebaut hatte, wo das Wasser darauf herkam und wieso zum Geier er zwei Bücher mit den viel sagenden Titeln "Homicide: A Year on the Killing Streets" und "Masterpieces of Murder" erworben hatte.
Auch hielten es die Geschworenen offenbar nicht für sehr wahrscheinlich, dass sich Reisers Frau Nina heimlich in ihre Heimat Russland abgesetzt hat; seine Version zum Verschwinden der Frau.

Nur eines bleibt bitter in diesem Fall - der neue Freund der Verschwundenen gestand inzwischen acht Morde, nicht aber den an Nina Reiser. Schade nur, dass die Geschworenen im Reiser-Fall dieses Geständnis nie zu hören bekamen.

Reiser entwickelte einst das nach ihm benannte Dateisystem. Seine Firma Namesys hat auch Reiser4 auf den Markt gebracht, doch ist fraglich, wie es damit nun weitergeht. Obwohl Gefangene in den USA teilweise arbeiten müssen/dürfen, wird Reiser wohl nicht an seinem Dateisystem arbeiten. Eher steht ihm eine Karriere im Straßenbau bevor ... working on the chain gang

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