eBook-Reader vs. iPad 2

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Durch einen glücklichen Umstand steht uns ein iPad 2 zur Verfügung. Natürlich wird dieses Gerät vor allem benötigt, um Webseiten auf ihre Pad-Tauglichkeit hin zu prüfen und Apps zu entwickeln.

Aber wie das so ist - natürlich möchte man die Möglichkeiten, welche ein solches Gerät bietet, auch erkunden. 

Als Autor interessieren mich natürlich Bücher in elektronischer Form - eBooks. 

Nun gibt es seit einiger Zeit spezielle eBook-Reader, die mit e-Ink-Technologie arbeiten und Bücher in hoher Qualität darstellen. Amazon hat ein solches Gerät mit dem Kindle am Start und auch andere Anbieter wie etwa Sony bringen seit Jahren Reader auf den Markt. 

Ich selbst habe keinen eBook-Reader. Obwohl mich eBooks reizen, genügte mir bislang mein iPhone oder das Android - beide Geräte lassen sich  die entsprechende Software vorausgesetzt - wunderbar als Reader einsetzen. 

Das iPad 2 bietet mit iBook eben eine solche Software. Neben ePub stellt sie auch PDFs dar, so dass man Bücher in verschiedenen Formaten genießen kann. 

Und ja, man kann sie genießen, denn ein eBook auf dem iPad 2 ist eine feine Sache. Tatsächlich frage ich mich, warum jemand sehr viel Geld für einen Reader ausgeben soll, mit dem man genau eines tun kann - nämlich eBooks lesen - wenn er auch für etwas mehr Geld einen kompletten Tablett-PC bekommt. 

Das gute Display, die einfache Handhabung und die Möglichkeit, eBooks einfach mit iTunes auf das iPad zu bringen, machen das Lesen solcher Werke zu einem Vergnügen. Wobei man nicht darauf angewiesen ist, nur Bücher aus dem iBook-Store zu kaufen. Auch Beam-eBooks bietet eine breite Auswahl und die Bücher sind rasch auf dem iPad. 

Ich glaube, dass eBooks die Zukunft gehört. eBook-Reader aber wurden von den Tabletts überholt, bevor sie richtig am Markt Fuß fassen konnten. 

1 Kommentar

Martin Kay
Kommentar 1
15.04.11 / 09:18 Uhr
Deine Frage, warum Leute für E-Book-Reader Geld ausgeben, lässt sich leicht beantworten:

Schau dir mal einen vernünftigen E-Book Reader an, vorzugsweise eines der beiden Modelle von Sony.

Jetzt mal abgesehen von Gewicht und Handlichkeit (ein iPad oder Tablet wiegt mehr als ein Buch! Ein Reader wiegt soviel wie ein Taschenrechner) hat ein Reader einen unschlagbaren Vorteil:

Er hat kein beleuchtetes Display.

Lesen auf dem iPad oder einem Smartphone oder Tablet bedeutet: Lesen am Bildschirm. Das ist für Augen extrem ermüdend.

Erschwerend kommt hinzu, dass gerade Geräte mit kapazitivem Display den Hang haben, extrem zu spiegeln. An meinem Netbook zu lesen (mattes Display) wäre daher sogar noch komfortabler für die Augen, als beispielsweise auf einem iPad, das extremen spiegelt.


Ferner kommt hinzu, dass die ständige Hintergrundbeleuchtung massiv Strom frisst. Ein Ebook-Reader kommt mindestens 2 Wochen (je nach Leseverhalten) mit einer Akkuladung aus. Ich schaffe sogar 3 - 4 Wochen.

Und "für etwas mehr Geld" bekommt man keinen Tablet PC. Die aktuellen Reader sind in ihren Preise extrem gefallen und für unter 200 Euro erhältlich.

Zwar ist billig nicht gleich gut, aber der mit Pearl-E-Ink ausgestattete Sony PRS-350 kostet nur noch 179 Euro. Er ist extrem handlich und klein, passt in jede Jacke und hat mit einem 5" Display noch genügend Platz, um bequem auf ihm lesen zu können.

Das einzige Tablet mit Hybrid-Display ist derzeit das Notion Ink Adam Tab. Aber das sogenannte Pixel Qi Display schaltet lediglich in einen Monochrommodus ohne Hintergrundbeleuchtung. Das mag für ein PC-ähnliches Gerät revolutionär sein, reicht aber in der Darstellung kaum an die SiPix Qualitäten eines Thalia Oyos (129 Euro) oder eines Cybook Orizon heran. Und diese beiden E-Reader haben mit SiPix sogar noch die schlechtesten denkbaren E-Reader Displays.

Die Pearl-Technologie von Sony und Kindle 3 kommt einem gedruckten Buch ziemlich nahe, hat ein sehr gutes Kontrastverhältnis, die Displays spiegeln nicht und der Akku hält mindestens ein Buch lang.
Kommentar:

Hallo Martin,

hm - unschlagbarer Vorteil, dass das Display nicht beleuchtet ist? Wie lese ich dann zum Beispiel morgens oder abends im Bus, wenn dort das Licht aus ist und im Innern Dämmer herrscht?
Bei einem iPad kann ich die Beleuchtung reduzieren, aber ich habe sie, wenn ich sie brauche. Das ist imho ein wichtiger Vorteil.

Natürlich braucht ein iPad mehr Strom als ein Reader. Aber da man das iPad ohnehin oft am Mac hängen hat, um es mit iTunes zu Synchronisieren, wird es auch gut geladen.

Was mache ich zudem mit einem leichten eBook-Reader, wenn die Bahn Verspätung hat oder ich unterwegs im Web surfen will, ein Buch kaufen möchte etc.?

Das iPad bietet hier all diese Möglichkeiten, die ein Reader allein nicht hat. Er ist leicht, hat eine gute Auflösung - und fertig.
Aber was macht e-Ink mit Bildern und Farben, die ich ja z.B. in einem eBook nutzen kann? Oder mit Multimedia-Dateien, die in einem elektronischen Magazin eingebunden sind, zum. Beispiel die Gamestar?

Einem iPad ist es egal, ob ich nun ein Buch lese oder ein Magazin, ob ich ein eingebettetes Video abspiele oder das eBook Bilder enthält (Winnie the Pooh ist ein tolles Beispiel dafür). Ich kann ePub, PDF oder auch Kindle-Bücher auf dem iPad lesen, ich kann sie unterwegs kaufen und habe sie dank iTunes auch auf dem iPhone.

All das bietet ein Reader … nicht.

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