Google Chrome für das iPad

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Neu erschienen ist Google Chrome für das iPad. Zugegen, ich bin nicht der größte Chrome-Fan, sowohl unter Windows als auch unter Mac bevorzuge ich Firefox und Opera.

Auf dem iPad jedoch gibt es bislang keinen Browser, der mich vollends überzeugen konnte.

Daher gab ich Chrome für iOS eine Chance …

Die Installation des Browsers geht angenehm schnell über die Bühne – mit 12,8 MB lässt er sich auch mittels 3G ohne Probleme auf das Gerät holen.

Auch der Start des Browsers geht angenehm schnell über die Bühne. Wie von Google gewohnt möchte Chrome, dass man sich mit seinem Benutzernamen einloggt. Hat man ein entsprechendes Konto, etwa wegen Gmail, Youtube oder Google+, ist dies rasch getan. Es gibt jedoch keine Pflicht, sich anzumelden. Tut man es nicht, gehen einem verschiedene Komfortfunktionen ab, wie etwa die automatische Synchronisation der Lesezeichen.

Webseiten baut Chrome rasch auf, die Darstellung ist dabei ausgezeichnet. Vor allem – und das ist wohl der größte Pluspunkt des kostenfreien Browsers – meldet sich Chrome offenbar nicht als mobiler Browser an. Webseiten werden daher in der Desktop-Ansicht angezeigt. Das ist besonders bei Seiten wie Facebook praktisch. Aber auch Bezahlschranken bei mobilen Versionen, wie sie etwa die BILD einsetzt, werden so umgangen.

Die Bedienung des Browsers ist intuitiv; so kann man mit einem Wisch zwischen geöffneten Tabs wechseln. Die Eingaben in Felder entspricht dem bekannten Schema von iOS, die Eingaben werden zügig umgesetzt und Hänger, wie sie etwa der Terra-Browser aufweist, kamen mir bislang nicht unter.

Die Einstellungen sind spartanisch ausgefallen. Nur die wesentlichen Punkte wie etwa die Speicherung von Passwörtern, der Datenschutz etc. lassen sich ändern.

Ist man als User angemeldet, werden die Lesezeichen anderer Chrome-Installationen, etwa auf einem Mac, automatisch synchronisiert. Das ist sehr praktisch, denn auf diese Weise hat man sofort Zugriff auf seine Bookmarks.

Ob man Produkte von Google einsetzt oder nicht ist sicherlich eine prinzipielle Frage. Unbestritten ist Google als Datensammler bekannt; schließlich verdient das Unternehmen mit eben diesen Daten seiner User Geld. Vieles kann man Chrome verbieten, so dass keine unerwünschten Informationen an Google gesendet werden. Entscheidet man sich, Google einzusetzen, kommt mit Chrome ein sehr guter Browser auf das iPad; bislang erfüllt er meine Erfordernisse besser als jeder kostenpflichtige Browser, den ich im Laufe der Zeit getestet habe.

Wer Chrome auf seinem iPad ausprobieren möchte, findet ihn hier.

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