Wer suchet ...

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... der findet. 

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, in 99,9% der Fälle das Gesuchte zu finden. Und der Rest sind jene Dinge, die niemals wieder auftauchen - auch dann nicht, wenn man eigentlich etwas anderes sucht. 

Wobei - wie kommt das eigentlich? Warum findet man heute, was man letzte Woche vergeblich suchte - nur weil man heute etwas ganz anderers sucht?

Beginnt die Suche, weil XYZ verloren hat, läuft das meist in folgenden Phasen ab:

  1. Wo ist denn XYZ? Ich hatte es doch gestern noch gehabt ...
  2. Also das darf doch wohl nicht wahr sein, verdammt! Irgendwo muss XYZ doch sein!
  3. Kind oder Partner könnte wissen, wo es ist! Also frage ich ihn!
  4. Panik. Ich brauche XYZ, ich muss aus dem Haus! Ich komme zu spät, und alles nur, weil ich XYZ nicht habe!
  5. Das Kind/ die Katze/ der Ehepartner hat es genommen und verschlampt! Ich hasse sie alle!

Natürlich kann es vorkommen, dass ein Kind oder die Katze mit den Schlüsseln gespielt hat. Bei der Geldbörse wird es schon schwerer, bei noch seltener gebrauchten oder größeren Dingen wird es zunehmend unwahrscheinlich.

Dennoch versteift man sich dummerweise auf diesen Gedanken, und das trübt den Blick.

Je nachdem, was man sucht und wie dringend etwas benötigt wird, kann man noch eine abschließende Phase hinzufügen - XYZ ist weg, was kostet der Mist bei Amazon?

Weg ist XYZ meist nicht, wie man nach ein paar Tagen oder Wochen feststellt. 

Wie aber kann man ein besserer "Finder" werden? Nun die Tipps dazu!

  1. Machen Sie sich obige Phasen bewusst und vermeiden Sie sie, denn sie sind nicht hilfreich!
  2. Bleiben Sie ruhig, setzen Sie sich hin und überlegen Sie genau, n welcher Situation Sie XYZ zuletzt in Händen hatten. Spielen Sie das Geschehen in Gedanken nach - oft fällt einem dabei ein, was man mit XYZ tat, nachdem man es nicht mehr brauchte.
  3. Suchen Sie gezielt und gründlich Ort für Ort ab. Öffnen Sie Türen, holen Sie unter Bett und Sofa hervor, was die Zeit dorthin wehte. Wenn Sie merken, dass Sie hektisch von Ort zu Ort springen, nur weil ihnen neue Ideen kommen, zwingen Sie sich zur Ruhe!
  4. Verursachen Sie bei der Suche kein Chaos! In diesem findet man XYZ sehr viel schwerer. Werfen Sie Kleider nicht einfach auf den Boden, räumen Sie den Schreibtisch nicht mit dem Ärmel ab. Legen Sie alles ordentlich von A nach B - das hilft auch bei Tipp sechs!
  5. Schließen Sie nichts aus! XYZ kann prinzipiell überall sein! Auch in der Hosentasche oder unter dem Sofa, es kann sich im Keller auf der Waschmaschine ebenso befinden wie im Werkzeugschrank!
    Hier liegt imho auch das Geheimnis, warum man bei einer Suchaktion oft Dinge findet, die man letzte Woche oder letzten Monat suchte - damals schloss man jenen Ort aus, an dem man nun etwas anderes sucht! So kommt es, dass man das gute Stück findet, nicht aber das, was man aktuell sucht.
  6. Der alte Wahrspruch, nachdem das Haus nichts verliert, besitzt noch immer Gültigkeit. Finden Sie XYZ nicht, bitten Sie daher einen Familienangehörigen, Ihnen zu helfen. Dieser sollte dort beginnen, wo Sie schon waren; frische Augen sehen eher, was dem Suchenden in seiner Ansgt nicht auffiel. Sie machen hingegen mit der Suche an frischen Orten weiter. Tipp vier ist hier sehr wichtig! 

In der Regel helfen diese Tipps, das Gesuchte zu finden. Natürlich liegt diesem Text keine wissenschaftliche Studie zugrunde; es sind Beobachtungen, die ich im Laufe der Zeit machte.

Viel Glück - XYZ liegt ganz bestimmt irgendwo ;-)

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